Mega-Trend Samt - So tragt Ihr Samt richtig!

Im Herbst konntet Ihr schon die ersten Ausläufer dieses riesengroßen Trends erkennen und nun ist er vollends bei Euch in den Läden und auch online angekommen. Die Rede ist vom Samt, dem Material, mit dem Ihr im Winter und auch noch danach rechnen müsst. Ob Designer, Fashionista, Model, It-Girl oder Streetstyle-Genie – Samt zieht alle in ihren Bann. Es handelt sich bei Samt zwar um einen extravaganten Stoff, aber so edel wie früher wird er nicht mehr getragen. Stattdessen wird er heute in den Alltag integriert und überrascht trotzdem noch mit großen Auftritten. Die Ikone der 70er Jahre ist das Must Have von heute. Heute wollen wir einmal einen ganz genauen Blick auf das Material Samt werfen und Euch einige Fragen beantworten, die Euch auf den Nägeln brennen: Was macht das Material so einzigartig? Woher kommt Samt eigentlich? Und wie trägt man ihn am besten im Alltag? Wir verraten Euch alles, was Ihr über das Must Have Material wissen müsst!

Samt – Die Ikone der Vergangenheit & das Must Have von heute

Samt vereint einige Trends miteinander. Mit dem Material könnt Ihr die edlen 70er Jahre aufleben lassen, ins Mittelalter zurückreisen, den Boho-Chic feiern, nach dem Mix & Match Prinzip leben und natürlich auch glamourös das Tanzbein schwingen. Samt ist ein Material, mit dem Ihr immer rechnen müsst, denn es ist zeitlos, schick, trendy und dazu noch bequem. Doch das, was Samt so lange Zeit erfolgreich gemacht hat, ist das luxuriöse Gefühl, das das Material auf Eurer Haut hinterlässt. Es ist besonders weich, passt sich dem Körper an, umschmeichelt ihn, gibt ihm Spielräume und lässt Euch in einem ganz neuen Licht erscheinen. Der Trendstoff lässt sich wunderbar tragen, doch wie wird Samt eigentlich hergestellt?

Samt – Was ist das?

Früher war Samt ein sehr hochwertiges Material, dessen Herstellungsprozess sehr aufwendig war. Da früher alles von Hand gemacht wurde, war Samt unendlich kostspielig und nur die Reichen konnten ihn sich leisten. Um die charakteristische weiche Oberfläche zu bekommen, mussten spezielle Garne auf speziellen Webstühlen verwoben werden. Dabei musste die damalige Webmaschine dazu in der Lage sein, zwei Garne unterschiedlicher Stärke miteinander zu verbinden, sodass sich die Stoffbahnen nach dem Webprozess halbieren lassen. Früher war dies ein unglaublich schwerer Prozess, denn die hin und her gewebten Garne durften nicht unterschiedliche Dicken haben, denn sonst gab es Löcher oder Ungleichheiten im Material. Das Material wurde am Ende per Hand so aufgeschnitten, dass die dick verwebten Fäden eine stabile Basis darstellten und die dünneren Fäden die flauschige Oberfläche bildeten. Aus einer Bahn Stoff entstanden am Ende also zwei Bahnen und das ist nicht immer gut gegangen, da alles mit der Hand gemacht wurde.

Doch heute wird Samt mit Maschinen hergestellt und ist daher weder schwer herzustellen noch teuer. Als Grundlage wird ein vorgefertigtes Grundgewebe benutzt, in das ein weiteres Schuss- oder Kettfaden-System eingearbeitet wird. Je nachdem wird dann von Kettsamt oder Schusssamt geredet. Die zusätzlich durchgezogenen Fäden bilden an der Oberseite des Stoffes Schlingen, die dann später aufgeschnitten werden. Dies ist dann die weiche, kuschelige Oberfläche, die Ihr heute kennt.

Zudem gibt es verschiedene Samt-Arten, die sich im Griff ein wenig unterscheiden. Unterschieden wird in Naturseidensamt, der sehr hochwertig ist und aus Seide gefertigt wird, Baumwollsamt, der heute ein Standard ist, und Chemieseidensamt, der künstlich hergestellt wird. Außerdem gibt es auch noch den Flocksamt, der auch unechter Samt genannt wird. Bei diesem Samt werden einzelne Faserflocken auf ein Grundgewebe aufgeklebt, wodurch das Material aussieht wie Samt, aber eigentlich keiner ist. Panne Samt ist derzeit am beliebtesten. Diese Samt-Art wird auch Spiegelsamt genannt und ist ein glänzender, spiegelnder Samt, der oftmals für Oberbekleidung genutzt wird.

Styles für Samt-Einsteiger

Nun ist Samt natürlich ein Material, das sich lange Zeit nicht mehr blicken lassen hat. Seine letzte große Hochphase hatte es in den 80er Jahren, wo es vor allem als Business-Blazer von sich reden machte. Doch die Zeit hat sich gewandelt und Samt ist wieder schwer angesagt. Mit ihm werden immer mehr Looks bestritten und so wollen wir Euch nun ein paar Tipps für Styles mit diesem Material geben, wenn Ihr es zuvor nicht einmal angefasst habt. Eigentlich könnt Ihr für den Anfang auf alle samtigen Basics setzen. Schwarze Samthosen, mittellange Samtkleider oder auch Röcke aus Samt überzeugen Euch sicher sofort. Mit den zeitlosen Styles könnt Ihr nichts falsch machen. Ganz einfach wird es, wenn Ihr Eure alltäglichen Outfits einfach mit einem Samt-Teil aufpeppt. So wird die Jeansjacke gegen eine Bomberjacke aus Samt getauscht und schon schwimmt Ihr auf der Trendwelle.

Blog-Samt-04Foto: Nicole (Instagram/ Blog coconutedbynicky)

 

Wer es dezenter möchte, setzt einfach auf samtige Accessoires. Samtige Taschen, Schuhe, Handschuhe oder mit Samt bezogene Gürtel teilen eine Gemeinsamkeit: Sie passen zu einfach allem, denn sie sind trotz des extravaganten Stoffes nicht zu gewagt und können sich noch wunderbar unterordnen. Mit ihnen könnt Ihr sanft in das Thema Samt einsteigen, ohne dass der Look zu stark auffällt.

Blog-Samt-01Foto: Hanna (Instagram/ mode-bote.com)

Outfits für Samt-Profis

Wie in den 80ern ist auch der Samtblazer wieder voll angesagt. Er wird am besten zum Business-Look im Job kombiniert. So verleiht er Eurem Büro-Styling eine edle Note. Den Blazer müsst Ihr nach Feierabend aber nicht im Schrank verschwinden lassen. Er lässt sich wunderbar auch in den Alltag nach Büroschluss integrieren. Im Stilbruch wird er zu Jeans und T-Shirt getragen und macht optisch richtig etwas her. Auch wenn mit Samtkleidern schon die Samt-Einsteiger zufrieden sein können, können die Styles doch sehr unterschiedlich ausfallen. Das Spiel mit der kuscheligen Oberfläche überzeugt vor allem bei edlen Anlässen. So zeigt sich das Samtkleid in verschiedenen Varianten. Von der A-Linie über das enge Minikleid bis hin zum Etuikleid aus Samt ist alles dabei. Auch Jumpsuits können mit dem Material perfekt leben. Sie wirken genauso cool wie Samtkleider und können auch genauso wie sie kombiniert werden.

Welche Farben sind beim Samt angesagt?

Stars und Sternchen setzen derzeit grundsätzlich auf die Trendfarben der Saison. Sie können einmal knallig, einmal sanft ausfallen und so ist eigentlich alles offen. Von tiefem Tannengrün über sanftes Pastellrosa bis hin zu warmem Ockergelb ist alles dabei. Allerdings, und das muss hier betont werden, stehen diese Farben nicht jedem. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich an die Farben, die früher beim Thema Samt auch schon angesagt waren. Satte, dunkle Farben oder gedeckte Töne haben es dem Trend nämlich richtig angetan. Durch die einzigartige Struktur von Samt wirken diese Farben viel edler als bei anderen Materialien und so überzeugen Schwarz, Dunkelblau, Dunkelgrau und Bordeaux besonders. Großer Pluspunkt bei den dunklen Tönen: Sie wirken immer edel und glamourös, während helle und grelle Farben schnell überladen und billig wirken können, wenn sie falsch eingesetzt werden.

Mix & Match mit Samt

Da Samt schon ein sehr auffälliges Material ist, braucht er meist keine Gegenspieler, außer Ihr wollt einen Materialmix kreieren. In dem Fall ist Leder das beste Material, das Ihr zu Samt kombinieren könnt. Der Gegensatz aus glänzend, weich und edel zu matt, hart und rockig ist einfach fantastisch. Auch mit Denim könnt Ihr gute Mix & Match Styles erreichen, denn hier trifft ein alltägliches Material auf ein ganz Außergewöhnliches. Generell gilt, dass die Gegenstücke im Styling zum Samt eher unauffällig sein sollten, damit der Samt besser zur Geltung kommt. Um ihn geht es schließlich im Outfit.

Für alle anderen, bei denen Samt einfach so wirken soll, wie er ist, eignen sich Einzelteile hervorragend. Ein Samtkleid oder auch ein Jumpsuit ist genau das Richtige, um das Material ins rechte Licht zu rücken. Wer auf einen samtigen Rock setzt und etwas ähnlich Edles dazu kombinieren will, setzt auf Seide oder Chiffon.

Blog-Samt-05Foto: Angelina (Instagram)

Die Samttrends der Stunde

Doch Samt kommt nicht mehr nur in altbekannten Bahnen daher, sondern überzeugt auch mit ganz neuen Ideen und Inspirationen. So gibt es zum Beispiel neue Samtoberflächen, die strukturiert sind. Gesehen wurden sie zuerst bei Animal Prints, bei denen der Print dreidimensional ist. Gleiches gilt auch für Samt-Drucke, die nun auf normalen Materialien wie Seide aufgebracht werden und plüschig-weich für Aufsehen sorgen.

Gern wird Samt derzeit auch verziert. Natürlich würde der Samt an sich auch ausreichen, aber mit Strass und Steinchen sieht er noch edler aus und erschafft ganz nebenher noch einen extra Blickfang, etwa mit Strass am Kragen eines Kleides. So wird der Blick des Betrachters auf das Gesicht gelenkt. Ähnlich funktioniert das Ganze übrigens auch mit Einsätzen. Tüll und Mesh kommen hier zum Einsatz und so ist Samt schon der neue Star der Cut Out Szene, die immer mehr wächst. Spitzendetails bieten zudem auch ihre Hingucker und so könnt Ihr Samt nun also von edgy über edel bis hin zu rockig stylen – Ihr müsst Euch nur trauen!

Startbild: © [Nicole / coconuted (Instagram)]

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